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Ratgeber Durchfall

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Durchfall
Therapie von Durchfall

Bei der Therapie von Durchfall geht es vor allem darum, den durch den Durchfall entstandenen Verlust von Flüssigkeit und Elektrolyten auszugleichen. Der Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt kann mithilfe von bestimmten Elektrolyte enthaltenden Infusionen und Getränken reguliert werden. Eine Behandlung mit Medikamenten muss i. d. R. bei Durchfall nicht erfolgen, sie können aber helfen, die Symptome zu lindern. So gibt es z. B. spezielle Arzneistoffe gegen Bauchkrämpfe. Liegt eine bakterielle Infektion vor, verschreibt der Arzt u. U. ein Antibiotikum. Ist der Grund für den Durchfall eine Darmerkrankung, muss die Grunderkrankung behandelt werden, um eine Besserung des Durchfalls zu bewirken.

Therapie von Durchfall

Zur Therapie von Durchfall ist der Ausgleich des Flüssigkeits- und Elektrolytverlustes die wichtigste Maßnahme, weil beides nur noch verringert über den Darm aufgenommen wird. Flüssigkeitsmangel kann sich insbesondere bei Säuglingen, älteren Menschen und Schwangeren lebensbedrohlich auswirken. Bei akutem Durchfall ist i. d. R. keine medikamentöse Therapie notwendig, zur Linderung der Beschwerden und der Wiederherstellung der Darmflora können ggf. Arzneimittel eingenommen werden. Bei Auftreten von Durchfall als Symptom chronischer Darmerkrankungen, wird neben den Durchfallsymptomen die Grunderkrankung behandelt, wobei die Wechselwirkungen der Medikamente beachtet werden müssen.

Ausgleich des Elektrolytverlustes

An vielen Körperfunktionen, beispielsweise der Aufrechterhaltung des Wasserhaushalts, sind Elektrolyte, für den Körper notwendige Mineralien, beteiligt. Bei Durchfall geraten der Elektrolythaushalt und damit auch die Körperfunktionen durcheinander. Mittels Elektrolytzufuhr über Infusionen oder fertig gemischte, rezeptfrei erhältliche Pulver zum Anrühren und Trinken kann die Flüssigkeitsversorgung im Körper gesichert werden. Um Abgeschlagenheit und Müdigkeit zu vermeiden, sollten die Elektrolytgetränke in kleinen Portionen über den gesamten Tag verteilt getrunken werden.

Durchfall schnell stoppen

Im Handel sind diverse Arzneimittel, sog. Motilitätshemmer, mit dem Wirkstoff Loperamid erhältlich, um den Durchfall schnell zu stoppen. Die Einnahme kann sinnvoll sein, wenn akuter Flüssigkeitsverlust vorliegt oder beispielsweise eine längere Fahrt ohne Toilettenpause notwendig ist. Ansonsten können die Darmbewegung und damit die Ausscheidung von Krankheitskeimen über den Stuhlgang gehemmt werden. Aus diesem Grund ist die mehr als zweitägige Einnahme nicht empfehlenswert.

Medikamentöse Therapie von Durchfall (Diarrhö)

Ein beliebtes Mittel zur Behandlung von Durchfall sind z. B. Tabletten aus Medizinischer Kohle. Diese gehören zu den sog. Adsorbenzien, die bei bakterienverursachtem Durchfall die Giftstoffe, die von den Bakterien ausgeschieden werden, binden. Bauchkrämpfe, die den Durchfall häufig begleiten, können mit krampflösenden Mitteln behandelt werden. Wenn der konkrete Erreger von bakteriell verursachtem Durchfall diagnostiziert wurde, können Antibiotika gegeben werden.

Therapie bei Kleinkindern

Die Behandlung bei Kleinkindern ist schwierig, weil der Flüssigkeitsverlust gefährlich ist und die medikamentösen Möglichkeiten begrenzt sind: Geeignete Wirkstoffe für Kinder ab drei Monaten sind solche, die eine übermäßige Ausscheidung von Wasser und Elektrolyten verhindern und die Dauer der Durchfallerkrankung und die äußere Zufuhr von Elektrolyten damit reduzieren. Kinder, die gestillt werden, benötigen längere Stillzeiten und mehr Stillmenge. Bei Flaschenfütterung kann die Flaschenmilch mit Elektrolyten und Glukose vermischt werden.

Pflanzliche Mittel zur Therapie von Durchfall

Neben synthetischen Medikamenten können z. B. pflanzliche Mittel unterstützend gegen Durchfall eingenommen werden. Dazu gehören das Giftstoffe bindende Pektin aus geriebenen Äpfeln sowie Extrakte aus Eichenrinde, der Blutwurz-Pflanze und der in Südafrika beheimateten Uzara-Wurzel.

Barbara Kliem

09. November 2016
Bei Patienten mit Colitis ulcerosa wurde eine vermehrte Bildung des Transkriptionsfaktors GATA3 festgestellt. Eine Blockade dieses Proteins könnte sich vorbeugend auf Colitis ulcerosa auswirken und die Symptome einer bestehenden Erkrankung abmildern.
  
16. Juli 2015
Das Symptom Verstopfung oder auch Obstipation beschreibt das Schwierigkeit, Kot ausscheiden zu können.
  
16. Juli 2015
Die meisten Verstopfungen gehören zur Gruppe der kologenen und der anorektalen Obstipationen. Beide können sowohl durch anatomische Abweichungen, als auch durch rein funktionelle Störungen bedingt sein.
  
16. Juli 2015
Wenn sich ein Patient mit einer Verstopfung an einen Arzt wendet, findet zunächst ein Patientengespräch, die Anamnese, statt. Der Patient kann seine Beschwerden schildern und bekommt gezielte Fragen gestellt.
  
16. Juli 2015
Die Therapie einer Verstopfung ist stark abhängig davon, welche genaue Ursache diagnostiziert wurde. Häufig ist die Obstipation jedoch durch eine falsche Ernährung und einen ungünstigen Lebensstil bedingt.
  
Diagnose Durchfall

Vor allem bei anhaltendem Durchfall ist es ratsam einen Arzt aufzusuchen, um der Ursache für den Durchfall auf den Grund zu gehen. Nach einem ausführlichen Gespräch mit dem Arzt, bei dem über die Beschwerden sowie die Häufigkeit und Konsistenz des Stuhlgangs gesprochen wird, erfolgen i. d. R. weitere Untersuchungen. Neben körperlichen Untersuchungen, wie dem Abtasten und -horchen des Bauchraums, können auch Blut- und Stuhluntersuchungen zur Diagnosestellung vorgenommen werden. Weitere Untersuchungsmethoden sind z. B. eine Darmspiegelung, ein Ultraschall oder eine Computertomografie des Bauchs. Allergietests können bei dem Verdacht auf eine Nahrungsmittelunverträglichkeit hilfreich sein.

 

Bei Durchfall, der auch als Diarrhö bezeichnet wird, ist der Stuhlgang der Betroffenen flüssig bzw. breiig und tritt i. d. R. mehr als dreimal am Tag auf. Er kann mit anderen Symptomen, wie z. B. Bauchschmerzen oder Übelkeit einhergehen. Ausgelöst wird Durchfall meist durch eine bakterielle Infektion, doch auch bestimmte Lebensmittel, Medikamente oder Stress können für die Entstehung von Durchfall verantwortlich sein. Man unterscheidet zwischen akutem und chronischem Durchfall sowie zwischen Dickdarm- und Dünndarmdiarrhö. Bei einem länger andauernden Durchfall besteht vor allem bei jüngeren und älteren Menschen die Gefahr der Austrocknung.

Die Entstehung von Durchfall kann verschiedene Ursachen haben. Häufig sind durch Bakterien oder Viren ausgelöste Infektionen der Grund für Durchfall. Eine ernstzunehmende bakterielle Infektionen, die oft der Auslöser für Durchfall ist, ist die Salmonellenvergiftung, welche durch den Verzehr bestimmter Lebensmittel hervorgerufen wird. Eine häufige Virusinfektion ist der Norovirus, der neben Durchfall in vielen Fällen auch mit Erbrechen einhergeht. Auch Lebensmittelvergiftungen oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten, wie z. B. eine Laktoseintoleranz oder Zöliakie können zur Entstehung von Durchfall führen. Darüber hinaus kann auch der Verzehr von verdauungsanregenden Nahrungsmitteln, wie z. B. Kohl oder Trockenobst in größeren Mengen Durchfall herbeiführen.