Therapie von Durchfall
Zur Behandlung von Durchfall ist der Ausgleich des Flüssigkeits- und Elektrolytverlustes die wichtigste Maßnahme, weil beides nur noch verringert über den Darm aufgenommen wird. Flüssigkeitsmangel kann sich insbesondere bei Säuglingen, älteren Menschen und Schwangeren lebensbedrohlich auswirken. Bei akutem Durchfall ist i. d. R. keine medikamentöse Behandlung notwendig, zur Linderung der Beschwerden und der Wiederherstellung der Darmflora können ggf. Arzneimittel eingenommen werden. Bei Auftreten von Durchfall als Symptom chronischer Darmerkrankungen, wird neben den Durchfallsymptomen die Grunderkrankung behandelt, wobei die Wechselwirkungen der Medikamente beachtet werden müssen.
Ausgleich des Elektrolytverlustes
An vielen Körperfunktionen, beispielsweise der Aufrechterhaltung des Wasserhaushalts, sind Elektrolyte, für den Körper notwendige Mineralien, beteiligt. Bei Durchfall geraten der Elektrolythaushalt und damit auch die Körperfunktionen durcheinander. Mittels Elektrolytzufuhr über Infusionen oder fertig gemischte, rezeptfrei erhältliche Pulver zum Anrühren und Trinken kann die Flüssigkeitsversorgung im Körper gesichert werden. Um Abgeschlagenheit und Müdigkeit zu vermeiden, sollten die Elektrolytgetränke in kleinen Portionen über den gesamten Tag verteilt getrunken werden.
Durchfall schnell stoppen
Im Handel sind diverse Arzneimittel, sog. Motilitätshemmer, mit dem Wirkstoff Loperamid erhältlich, um den Durchfall schnell zu stoppen. Die Einnahme kann sinnvoll sein, wenn akuter Flüssigkeitsverlust vorliegt oder beispielsweise eine längere Fahrt ohne Toilettenpause notwendig ist. Ansonsten können die Darmbewegung und damit die Ausscheidung von Krankheitskeimen über den Stuhlgang gehemmt werden. Aus diesem Grund ist die mehr als zweitägige Einnahme nicht empfehlenswert.
Eine Alternative sind Präparate mit hochdosierten Lactobazillen wie z. B. Lacteol ®, die auf natürlichem Weg den Durchfall schnell und zuverlässig stoppen. Die Dauer des Durchfalls reduziert sich um mehr als 70 Prozent. Unabhängig davon, ob der Durchfall von Viren oder Bakterien ausgelöst wurde.
Medikamentöse Behandlung von Durchfall (Diarrhö)
Ein beliebtes Mittel zur Behandlung von Durchfall sind z. B. Tabletten aus Medizinischer Kohle. Diese gehören zu den sog. Adsorbenzien, die bei bakterienverursachten Durchfällen die Giftstoffe, die von den Bakterien ausgeschieden werden, binden. Bauchkrämpfe, die den Durchfall häufig begleiten, können mit krampflösenden Mitteln behandelt werden. Wenn der konkrete Erreger von bakteriell verursachtem Durchfall diagnostiziert wurde, können Antibiotika gegeben werden.
Behandlung bei Kleinkindern
Die Behandlung bei Kleinkindern ist schwierig, weil der Flüssigkeitsverlust gefährlich ist und die medikamentösen Möglichkeiten begrenzt sind: Ein geeigneter Wirkstoff für Kinder ab dem ersten Lebenstag sind hochdosierte Milchsäurebakterien (Lactobacillus fermentum und Lactobacillus delbrueckii z. B. Lacteol ®). Eine Therapie sollte nicht ohne vorherige ärtzliche Untersuchung erfolgen.
Was hilft gegen Noro- und Rotaviren?
Vor allem im Winter lösen Noro- und Rotaviren bei Kindern schwere Durchfälle aus. Gegen Rotaviren steht inzwischen eine Schluckimpfung zur Verfügung – bei der Entwicklung eines Impfstoffs gegen Noroviren lässt der Durchbruch der Medizin noch auf sich warten. Gut zu wissen: Hochkonzentrierte Milchsäurebakterien stoppen den Durchfall nicht nur, wenn Bakterien die Auslöser sind – sie helfen auch dann, wenn z. B. Rotaviren die Auslöser sind.
Lactobazillen wirken vierfach gegen den Durchfall: Auf der Darmschleimhaut bilden sie einen Biofilm wie ein Schutzschild. So wird verhindert, dass sich Durchfall-Erreger –Viren und Bakterien – in den Darmzotten einnisten können. Zusätzlich sorgen Lactobazillen dafür dass der Körper sich gegen die Krankheitserreger wehrt. Und: Sie fördern das Wachstum der säurebildenden Darmflora. Damit werden akute Durchfälle zuverlässig gestoppt und die Darmflora wird regeneriert.
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