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Durchfall
Was ist Durchfall?

Bei Durchfall, der auch als Diarrhö bezeichnet wird, ist der Stuhlgang der Betroffenen flüssig bzw. breiig und tritt i. d. R. mehr als dreimal am Tag auf. Er kann mit anderen Symptomen, wie z. B. Bauchschmerzen oder Übelkeit einhergehen. Ausgelöst wird Durchfall meist durch eine bakterielle Infektion, doch auch bestimmte Lebensmittel, Medikamente oder Stress können für die Entstehung von Durchfall verantwortlich sein. Man unterscheidet zwischen akutem und chronischem Durchfall sowie zwischen Dickdarm- und Dünndarmdiarrhö. Bei einem länger andauernden Durchfall besteht vor allem bei jüngeren und älteren Menschen die Gefahr der Austrocknung.

Therapie Durchfall

Bei der Therapie von Durchfall geht es vor allem darum, den durch den Durchfall entstandenen Verlust von Flüssigkeit und Elektrolyten auszugleichen. Der Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt kann mithilfe von bestimmten Elektrolyte enthaltenden Infusionen und Getränken reguliert werden. Eine Behandlung mit Medikamenten muss i. d. R. bei Durchfall nicht erfolgen, sie können aber helfen, die Symptome zu lindern. So gibt es z. B. spezielle Arzneistoffe gegen Bauchkrämpfe. Liegt eine bakterielle Infektion vor, verschreibt der Arzt u. U. ein Antibiotikum. Ist der Grund für den Durchfall eine Darmerkrankung, muss die Grunderkrankung behandelt werden, um eine Besserung des Durchfalls zu bewirken.

Diagnose Durchfall

Vor allem bei anhaltendem Durchfall ist es ratsam einen Arzt aufzusuchen, um der Ursache für den Durchfall auf den Grund zu gehen. Nach einem ausführlichen Gespräch mit dem Arzt, bei dem über die Beschwerden sowie die Häufigkeit und Konsistenz des Stuhlgangs gesprochen wird, erfolgen i. d. R. weitere Untersuchungen. Neben körperlichen Untersuchungen, wie dem Abtasten und -horchen des Bauchraums, können auch Blut- und Stuhluntersuchungen zur Diagnosestellung vorgenommen werden. Weitere Untersuchungsmethoden sind z. B. eine Darmspiegelung, ein Ultraschall oder eine Computertomografie des Bauchs. Allergietests können bei dem Verdacht auf eine Nahrungsmittelunverträglichkeit hilfreich sein.

 

Im Bereich Wissenswertes erhalten Sie einen Überblick über die wichtigsten Fakten zum Thema Durchfall. Anstelle des häufig empfohlenen Verzehrs von Cola und Salzstangen sollten von Durchfall Betroffene lieber Wasser, fettarme Brühe und bestimmte Obstsorten zu sich nehmen. Elektrolyte enthaltende Getränke können ebenfalls hilfreich sein, da bei anhaltendem Durchfall häufig ein gestörter Elektrolyt- und Flüssigkeitshaushalt vorliegt. Die Auslöser sind vielfältig. Neben bakteriellen Infektionen können auch bestimmte Lebensmittel den Durchfall verursachen. Betroffene sollten vor allem dann einen Arzt aufsuchen, wenn Blut oder Eiter im Stuhl auftritt oder die Gefahr einer Austrocknung besteht.

Was ist Durchfall?

Durchfall (Diarrhoea oder Diarrhö) bezeichnet Stuhlgang, der in zu flüssiger und zu voluminöser Form mehr als dreimal täglich auftritt. Die Konsistenz des Stuhls ist dabei breiig, weil er zu mehr als 75 % aus Wasser besteht. Die Stuhlmenge beträgt mindestens 250 Gramm täglich. Ein einmalig dünner Stuhlgang ist nach medizinischer Definition noch kein Durchfall. Das Hauptproblem für die meisten Betroffenen, die an Durchfall leiden, ist ein schwer oder gar nicht beherrschbarer Stuhlgang. Durchfall tritt häufig zusammen mit Bauchschmerzen, lauten Darmgeräuschen, Übelkeit und Kreislaufbeschwerden auf.

Entstehung von Durchfall

Durchfall entsteht, wenn, beispielsweise aufgrund einer bakteriellen Infektion, eine unkontrollierte Absonderung (Sekretion) von Wasser und Schleim aus der Darmwand auftritt und den Stuhl verflüssigt. Gleichzeitig vermindert sich die Fähigkeit der Darmzellen, Wasser aufzunehmen, und die Flüssigkeit wird mit dem Stuhl ausgeschieden.

Welche Formen von Durchfall gibt es

An akutem Durchfall leidet durchschnittlich jeder dritte Deutsche einmal im Jahr. Als chronische Diarrhö wird Durchfall bezeichnet, der immer wiederkehrend oder länger als zwei Wochen auftritt. Eine weitere Unterscheidung besteht zwischen Dickdarm- und Dünndarmdiarrhö. Bei der Dünndarmdiarrhö ist der Stuhl wässrig und voluminös, wogegen bei Dickdarmdiarrhö relativ kleine Mengen Stuhl, die oft Blut und Schleim enthalten, ausgeschieden werden.

Ursachen von Durchfall

Die Ursache von akutem Durchfall ist in mehr als 90 % aller Fälle eine bakterielle Infektion. Weitere mögliche Ursachen sind leichte Lebensmittelvergiftungen. Die Ursachen für chronischen Durchfall sind vielfältig: Dazu gehören der übermäßige Gebrauch von Abführmitteln sowie Funktionsstörungen von Bauchspeicheldrüse, Leber oder Galle. Daneben verursachen chronische Darminfektionen oder nicht-infektionsbedingte Entzündungserkrankungen wie Morbus Crohn Durchfall. Psychisch bedingte Gründe für Durchfall können Stress und Aufregung oder beispielsweise Prüfungsangst sein.

Reisedurchfall

Durchfall tritt häufig auf Reisen, besonders in südlichen Ländern, auf. In Ländern mit abweichenden hygienischen Voraussetzungen kommt der Körper in Kontakt mit ihm unbekannten Bakterien. Diese werden mit der Nahrung oder dem Trinkwasser aufgenommen und verursachen einen Durchfall, der i. d. R. nach einigen Tagen abklingt.

Durchfall als Nebenwirkung von Medikamenten

Durchfall kann als Nebenwirkung verschiedener Medikamente auftreten. Dazu gehören Antibiotika, Magenmedikamente, Eisenpräparate und einige Psychopharmaka. Die übermäßige oder unkontrollierte Einnahme von Abführmitteln kann den gesamten Verdauungsprozess durcheinander bringen und Durchfall auslösen.

Gefahr der Austrocknung bei Durchfall

Personengruppen, bei denen anhaltender Durchfall ein ernsthaftes Risiko bedeuten kann, sind Kinder und ältere Menschen. Durch den mit Durchfall verbundenen Wasser- und Elektrolytverlust kann es schnell zur Austrocknung kommen, deren Anzeichen i. d. R. ein Kreislaufzusammenbruch ist. Wird der Durchfall von Fieber und damit zusammenhängendem Schwitzen begleitet, verstärkt sich das Risiko zusätzlich. Eine unbehandelte Austrocknung kann im schlimmsten Fall zum Tod führen.

Barbara Kliem

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